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Hinweise für gewerbliche und industrielle Sachversicherungen

 

Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen kann die Produktion in vielen Betrieben endlich wieder hochgefahren werden. Nach einer längeren Pause besteht aber immer ein höheres Risiko von Brand- und Explosionsschäden.

Diese Information hilft Ihnen Sachschäden und Betriebsausfälle zu vermeiden und damit die Sicherheit Ihres Betriebs aufrecht zu erhalten.

Sie kennen Ihren Betrieb am besten und wissen, dass die für den Start-, Hoch- oder Anfahrprozess spezifischen Parameter sowie spezielle Arbeitsanweisungen bzw. Herstellervorgaben zu beachten sind. Wir möchten Sie zusätzlich auch auf die Einhaltung aller gesetzlichen, behördlichen sowie vertraglich vereinbarten Sicherheitsvorschriften hinweisen. Die Verletzung dieser Sicherheitsvorschriften kann Ihren Versicherungsschutz gefährden.

Art und Umfang der Sicherheitsvorschriften sind von den jeweiligen Prozesstechniken abhängig. Wir möchten Sie auf diese besonders wichtigen Maßnahmen aufmerksam machen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

    1. Die Wirksamkeit von Sicherheits- und Schutzeinrichtungen ist vollumfänglich zu prüfen. Beispiele hierfür:
      - Kommt es bei der Unterschreitung eines Füllstands zu einer ordnungsgemäßen Abschaltung durch die Füllstandsüberwachung?
      - Sind betriebliche Veränderungen eingetreten, die eine Anpassung des anlagentechnischen Brandschutzes erforderlich machen?
    2. Prüfung, ob die Maschinen und Anlagen mit den erforderlichen Mengen von Schmiermitteln und sonstigen Betriebsstoffen versorgt sind
    3. Bei nicht technisch überwachten Anlagen ist eine intensive Prüfung vor Wiederinbetriebnahme durchzuführen. Auch hierbei sind die Herstellerangaben zu berücksichtigen. Für die Abarbeitung sollte eine Checkliste vorgehalten werden.
    4. Bei der Verarbeitung von entzündbaren Produkten kann es erforderlich sein, dass ein Anfahren nur in einer inerten Atmosphäre (z.B. Stickstoff) erfolgen darf.
    5. Sicherstellung, dass erforderliche Inspektions- und Wartungsverfahren wieder durchgeführt werden, die während der Abschaltung nicht erfolgen konnten. Aufgrund der Abschaltzeit kann eine Wartung in Form einer Erstinbetriebnahme erforderlich sein. Besondere Sorgfalt ist bei Anlagen geboten, die prozessbedingt kritische Betriebszustände erreichen können.
    6. Visuelle Prüfung der gesamten Anlage. Beispiele:
      - Sind Förderanlagen frei von Gegenständen?
      - Gibt es Anlagerungen an elektrischen Anlagen?
    7. Überprüfung der Notfallmaßnahmen auf Aktualität. Beispiel:
      - Sind die aktuellen Kontaktdaten von Mitarbeitern in den Alarmplänen hinterlegt?
    8. Sind betriebliche Veränderungen eingetreten, die eine Anpassung des anlagentechnischen Brandschutzes (z.B. BMA, Löschanlagen) erforderlich machen?
    9. Desinfektionsmittel können der Gefahrstoffverordnung unterliegen. Lagerung, Einsatz und Entsorgung von Desinfektionsmitteln sind entsprechend den technischen Regeln zu gewährleisten, z.B. den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) 510 für die Lagerung.

Sollten sich wesentliche Änderungen ergeben haben, sind diese dem Versicherer anzuzeigen.

 

Publiziert in Aktuelles
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